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Pauli muss ins Altersheim. Pauli ist aber noch ein Kind. Und er findet es dort bei den schrulligen Alten so gar nicht lustig. Aber sein Opa wohnt jetzt dort. Und da muss er ihn zusammen mit seiner Mama besuchen gehen, dauernd!

Wie sich die Besuche im Altersheim schließlich aber entwickeln, das kann sich Pauli zu Beginn gar nicht vorstellen. Pauli lernt nämlich Lila kennen. Lila besucht immer die kleine Dame auf Zimmer 12. Dann gibt’s da noch die Pudelhaubendame und andere. Und Paulis Opa, der eigentlich ganz schön vergesslich ist, der freundet sich mit jemandem an…

Die Autorin Anita Mild schafft es in der kleinen Geschichte, ganz nebenbei etwas über Freundschaft in Kindertagen und Gefühle im Alter zu erzählen. Sie schafft es, dass die „Alten“ dort im Altersheim einem gar nicht mehr so komisch und anders vorkommen. Mild gelingt dies mit einfacher Sprache und kurzen Kapiteln. Ihre österreichisch gefärbte Sprache und Erzählweise verleiht dem Büchlein eine Portion extra Charme. Angela Holzmann hat die Geschichten von Pauli, Lila, dem Opa und all den anderen mit lebendigen Zeichnungen illustriert. Die Illustrationen hätte ich mir, statt in schwarzweiß, besser in Farbe vorstellen können.

„Pauli muss ins Altersheim“ eignet sich für die schon etwas größeren Kinder und ganz besonders für Erwachsene. Für meine Fünfjährige war es noch zu früh. Mir hat es so Freude bereitet, dass ich ein bisschen traurig war, als die Geschichte rum war. Vielleicht macht sich das Duo Mild/Holzmann ja an eine Fortsetzung, wer weiß. Zu wünschen wäre es.